Das Apnoe-Syndrom

Bei vielen Menschen ist das Schnarchen nicht nur eine Belästigung anderer Leute, sondern auch eine echte Gefahr für sich selbst. Nämlich dann, wenn sie für mehr oder weniger lang im Schlaf die Luft anhalten. Nicht wenige Menschen schaffen viele Male pro Nacht weit über 60 Sekunden! Versuchen Sie das mal tagsüber! Sie werden es nicht durchhalten!

Man nennt das „OSAS“ - „obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom“.

In Deutschland leiden etwa 4 Mio. Menschen daran. Der Betroffene atmet nicht mehr, das Blut ist nur noch unzureichend mit Sauerstoff gesättigt. Das Gehirn ist unterversorgt. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden ist mehrfach erhöht. OSAS führt zu Bluthochdruck, Lungenhochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche. Es kommt zu Potenzproblemen bei Männern. Weil man nachts dauernd die Luft anhält, wacht man in der Früh auf und fühlt sich „wie gerädert“. Die Anstrengung lässt sich mit einem Langstreckenlauf vergleichen. Man leidet unter einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit; man schläft leicht ein bei eintönigen Tätigkeiten. Man vermutet einen direkten Zusammenhang mit durch sog. „Sekundenschlaf“ verursachten Verkehrsunfällen.

Dieses OSAS-Syndrom wird mit einer Art Beatmungsgerät behandelt. Man trägt nachts eine Maske, die einem die Atemluft mit Hilfe einer Pumpe mit einem leichten Überdruck in den Rachen drückt. Das funktioniert toll! Die Patienten können endlich wieder mal tief und erholsam schlafen. Das ganze Drumherum mit Pumpe und Maske erzeugt aber eine Kulisse, die auch die geduldigste Ehefrau aus dem Zimmer treibt!