Fissurenversiegelung

Wenn Fissurenversiegelungen richtig gemacht werden, sind sie ein gutes Mittel um bei Kindern und Jugendlichen Karies zu verhindern. Dummerweise ist die richtige Methode sehr zeitaufwendig und außerdem relativ schmerzhaft für das Kind. Der Backenzahn, der möglichst gleich nach dem Durchbruch durch die Mundschleimhaut behandelt werden sollte ( später ist er schon so bakteriell „verseucht“, dass die Versiegelung Bakterien einschließen würde), wird mit Hilfe eines Gummi-Spann-Tuches trocken gelegt; die dafür verwendete Stahlklammer drückt heftig ins Zahnfleisch und die wenigsten Kinder sind hart gesotten genug diese Behandlung an allen Backenzähnen durchzustehen. Also legt man die Zähne mit Watterollen unzureichend trocken oder man führt die Versiegelung zu spät durch; jedenfalls leidet die Qualität der Versiegelung spürbar. Die schlimmsten und tiefsten Löcher in den Zähnen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen habe ich unter Versiegelungen gefunden!

Außerdem sind Versiegelungen ein willkommenes Argument die Mundhygiene „schleifen“ zu lassen, weil „die Zähne sind ja versiegelt – da kann’s kein Loch geben!“. Also ist es meiner Ansicht nach besser die Zähne ordentlich und gründlich zu putzen, als sich auf die trügerische Sicherheit von Versiegelungen zu verlassen.

Versiegelungen werden übrigens nur an ersten 4 großen Backenzähnen von der Krankenkasse bezahlt. Alle weiteren Versiegelungen müssen aus der eigenen Elterntasche bezahlt werden. Eine gern genutzte Einnahmequelle...