Füllungen

Füllungen in Backenzähnen
Wenn Sie ein Loch im Zahn haben, können Sie es auf vier verschiedene Weisen füllen. Zuerst einmal müssen Sie für sich entscheiden, ob Sie mit der „Kassenfüllung“ zufrieden sind. Falls ja, bekommen Sie eine

Amalgam-Füllung
Dieses Material ist in Verruf geraten. Letztlich ist aber bis heute nicht bewiesen worden, dass es für den Menschen giftig ist. Das Gegenteil aber auch nicht. Jeder muss sich darüber seine eigene Meinung bilden. Wenn man rein die Funktion und die Haltbarkeit einer Amalgamfüllung betrachtet, so hat man durchschnittlich 8 Jahre Ruhe im Gebiss. Jeder weiß, dass es aber auch Amalgamfüllungen gibt, die 20 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Falls Sie Amalgam nicht wünschen, haben Sie die Wahl zwischen drei weiteren Materialien: Da ist zunächst das

Gold-Inlay
Es ist besonders für größere Defekte sehr gut geeignet, weil auch ganze Höcker naturgetreu wieder hergestellt werden können. Die Herstellung ist aufwändig und kompliziert, deswegen braucht man 2 Behandlungssitzungen. In der ersten wird der Zahn präpariert, also beschliffen und ein Abdruck angefertigt. Nachdem die Inlays von mir angefertigt worden sind, werden sie in der zweiten Sitzung eingepasst und festzementiert. Die Kosten sind nicht unerheblich. Die Haltbarkeit beträgt dafür aber 15 bis 25 Jahre. Bei guter Pflege sind auch wesentlich längere Laufzeiten drin.
Ganz ähnlich ist das Vorgehen bei einem

Keramik-Inlay
Es besteht aus zahnfarbiger Presskeramik. Auch hier muss der Zahn vorher auf eine bestimmte Weise beschliffen werden und es muss ein Abdruck gemacht werden. Nach dem Anpassen wird das Keramik-Inlay mit einer bestimmten, sehr aufwändigen Klebetechnik im Zahn befestigt. Keramik-Inlays sind noch teurer als Gold-Inlays, aber weniger lang haltbar (ca. 8 Jahre). Die Ästhetik ist sehr gut, d.h. die Füllungen sind so gut wie unsichtbar. Die vierte Möglichkeit, ein Loch zu füllen, ist

Kunststoff- oder besser Composite-Füllungen
Sie sind im Verhältnis sehr viel preisgünstiger als Inlays, zahnfarben wie Keramik und werden in nur einer Behandlungssitzung hergestellt. Um eine möglichst lange Haltbarkeit und eine perfekte Ästhetik zu erzielen, werden sie in Mehrschichttechnik hergestellt Die Haltbarkeit ist leider trotzdem kürzer (ca. 5 - 8 Jahre) als bei Inlays. Composite-Füllungen werden heute am häufigsten eingesetzt. Die Materialeigenschaften wurden in den letzten Jahren laufend verbessert und auch die Farbechtheit ist so ausgezeichnet, dass man ästhetisch hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Wichtig ist, dass die Füllung eine bestimmte Größe und Tiefe möglichst nicht übersteigt, da sonst – trotzt Mehrschichttechnik - die negativen Materialeigenschaften der Composite-Füllung verstärkt zum Tragen kommen.
Je nach Größe der Füllung und der Zeitdauer der Herstellung muss man einen entsprechenden Betrag auf die Kassenvergütung aufzahlen.

Füllungen in Frontzähnen
Sie bestehen aus Kunststoff, besser Composite. Sie sind zahnfarben und sehr ästhetisch. Sind größere Defekte vorhanden oder eine ganze Ecke eines Schneidezahnes abgebrochen, kann es sinnvoll sein, eine aufwändige Mehrschicht-Füllung anzufertigen. Für eine solche Füllung muss man dann auch – je nach Zeitaufwand - etwas selbst dazuzahlen. Normalerweise werden aber Frontzahn Füllungen über Ihre Krankenversicherungskarte abgerechnet.