Angst vorm Zahnarzt ?

Die Angst vor dem Zahnarztbesuch ist weit verbreitet. Wir schätzen, dass mehr als 80% unserer Patienten sich mehr oder weniger davor fürchten, bei uns auf dem Stuhl zu sitzen. Diese Ängste werden zum größten Teil anerzogen, bzw. sind hausgemachte Ängste, die man von den Eltern übernommen hat. Ein weiterer Teil hat traumatische Erlebnisse auf dem Behandlungsstuhl hinter sich. Und auch die hartgesottensten haben noch feuchte Hände, wenn die Spritze auf sie zukommt.
Diese Angst ist offenbar natürlich und menschlich (wer lässt sich schon gerne gegen seine innere Einstellung Schmerz zufügen) und wir müssen – als Zahnarzt und als Patient – damit leben und umgehen. Auch für den Zahnarzt ist der Stressfaktor extrem hoch, wenn der Patient auf dem Stuhl vor Angst schwitzt! Entgegen landläufiger Meinungen, sind Zahnärzte nämlich nicht von Geburt an sadistische Henkersknechte, die eine akademische Rechtfertigung für ihr verworfenes Handeln haben – und dafür auch noch vermeintlich zu viel Geld verdienen.
Was soll also der „Normalo-Patient“ gegen seine Angst tun? Er soll sich zusammenreißen, tapfer sein, die Notwendigkeit erkennen, jedenfalls die Angst überwinden und dem Zahnarzt auf jeden Fall aber sagen, dass er Angst hat. Man kann sich dann als Behandler besser auf den Patienten-Menschen eingehen und so manch Spritze wird erträglich! Ein freundliches und nettes Miteinander in der Praxis baut weitere Ängste ab bzw. hilft sie zu überwinden.
Für Menschen, deren Angst unüberwindlich ist, gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit die Behandlungen unter Vollnarkose durchführen zu lassen. Diese Methode sollte aber wirklich der allerletzte Ausweg sein!